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Siwa und die Weiße Wüste

Weniger als 50 km von der lybischen Grenze entfernt liegt Siwa als die westlichste Oasengruppe Ägyptens in der libyschen Wüste und erstreckt sich zwischen der Qattara-Senke und dem Ägyptischen Sandmeer. Die Oase mit den Seen und der Stadt Siwa hat eine Länge von 80 km und eine Breite von 2-20 km und liegt als Depression ca.18 m unter dem Meeresspiegel.
Die Geschichte der Oase lässt sich bis in die 18. Dynastie (1500 v. Chr.) zurückverfolgen.
Im 7. Jahrhundert vor Christi wurde der Amon Tempel erbaut. Im Jahre 331 vor Christi kommt Alexander der Große nach Siwa um sich vom Orakel die Bestätigung zu holen, dass er der Sohn des Gottes Zeus und des Gottes Amon ist. 1203 wird Siwa zur Stadt erhoben. 1792 kommen die ersten Europäer nach Siwa.
Die alte Stadt Siwa wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Die Hausmauern wurden damals aus mit Salz imprägnierten Lehmziegeln gebaut. Mangels Platz wurde sehr eng und bis zu acht Stockwerke hoch gebaut. Eine Festungsmauer umgab die Stadt um sich vor den häufigen Überfällen räuberischer Beduinen zu schützen. Nach dem verheerenden, dreitägigen Dauerregen 1926 wurde Schali („Alt-Siwa“) zum Großteil zerstört.
Zu den überwältigensten Schönheiten der ägyptischen Wüste gehört die Weiße Wüste. Kurz nach dem Sillimpass beginnt sie, eine einmalige Landschaft verwitterter, surreal anmutender Gesteinsformationen. Gleich von Anfang an durchquert man grandiose Täler und monumentale Landschaften.
Die weißen Kalksandsteinfelsen sind infolge der Erosionswirkung des Windes zu den bizarrsten Gebilden ausgeformt worden. Die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht nagen an den Kalksäulen. Ganze Brocken werden richtiggehend abgesprengt - der Fels zerbröselt. Aber auch Wasser modelliert das Erscheinungsbild: Alle fünf bis zehn Jahre, wenn es in der Weißen Wüste regnet, verändert die Landschaft ihr Gesicht.
Am Abend kurz vor Sonnenuntergang wird an einer schönen Stelle das Zeltlager aufgeschlagen. Die Beduinen beginnen das Abendessen zu kochen und spielen auf einer Flöte. Nach Sonnenuntergang, im Licht des Mondes und der Sterne sieht die Landschaft noch surrealer und geheimnisvoller aus.

DVD PAL ca. 45 Minuten

Paradiese der Erde - Ägypten